30. November 2009

der Melissa-Effekt

Schon alleine jeden morgen mit der Deutschen Bahn unterwegs zu sein ist ja eine unendliche Geschichte an sich.
Jetzt sitz ich aber seit einem Weilchen morgens komischerweiße immer im selben Abteil der S2.
Im selben Abteil mit Ihr.

Wir kennen uns quasi schon soweit, dass wir sogar flüchtige Blicke austauschen.
Die Melissa und ich.

Was die Melissa so besonders macht erfährt man aber erst nach dem Aussteigen.
(Achtung, jetzt kommt ein Geheimtipp für alle):
Jedesmal wenn Melissa auch im Abteil sitzt und komischerweiße immer schon eine Haltestelle bevor sie aussteigt von ihrem Sitzplatz aufsteht, dann resultiert daraus auch, dass sie vor mir aus der SBahn aussteigt.
Und wenn das der Fall ist, dann läuft man absolut zwangsgebunden erstmal direkt hinter ihr.
Und wenn sie dann Richtung Robert Bosch GmbH pilgert, weil richtig schnell läuft sie definitiv nicht, dann Laufe ich immer 50 Meter hinter ihr her.
Das ganze nur um ihr spezielles Parfüm einzuatmen.
Diese Sache ist wegen genau 2 Sachen besonders interessant:
Zum ersten habe ich eine prinzipielle Abneigung gegen Frauenparfüm - ich weiß nicht ob dieses am allgemein süßlicheren Frauenparfüm selbst liegt, oder einfach nur an der von der Frau chronisch fehlgeschlagenen Dosierung von Selbigen (das kann mir JEDER Bestätigen, der schonmal eine joggende Frau überholt hat).

Melissas Duft ist dabei erfrischend anders.
Er ist weder ZU süß, noch ZU penetrant dosiert.
er duftet einfach so, wie ein Frauen-Parfüm duften muss. Dezent und Angenehm. Die Note der Frau personalisierend.
Ich habe bis jetzt noch keine Frau getroffen die diese Mischung aus Duftstoff und Dosierung zu perfektionieren gewusst hatte.
Der Vergleich hingt jedoch ein wenig, da Sie ja immer bei dieser Scheiseskälte natürlich Recht warm angezogen ist.
Darum kann ich nicht sagen ob Melissa im Tagesoutfit ihre Dosierung immer noch so im Griff hat wie im Witterungs-Kleidungs-Modus
Im Normalen Zustand habe ich Melissa leider noch nie gesehen, da ich zwar noch sehe wie sie in ein anderes Gebäude läuft, jedoch sie dann den ganzen Tag nicht mehr Erblicke.

Und wer einmal bei Bosch in Leinfelden gearbeitet hat, der weiß auch warum ich Sie dann auch nicht mehr effektiv mit meiner Nase Orten kann. Dann klemmen sich die Elektrowerkzeuge mit ihrem Prduktionsgütern und dessen Abfälle zwischen Melissa und mir.

Zum zweiten Punkt versprüht dieses Aroma allerdings einen ganz besonderen Zauber.
Jedesmal wenn Es sich morgens dezent an meinen Geruchsrezeptoren vorbeischmiegt bin ich für gute 3 Stunden ausserordentlich Sinnesgeschärft.
Meine Nase ist in dieser Zeit chronisch Frei (und das ist ein kleines Wunder wenn sie ansonsten chronisch zu ist) und ich habe eine unglaubliche Wahrnehmung über die Nase.
Wundervolles Gefühl.

Ich hoffe jetzt mal echt, dass Melissa und ihr Duft nicht irgendwelche illegale Substanzen sind die meine Nase aus der Melissa-durchlaufenden-Luft zieht.

Achso, ich weiß natürlich nichtmal ob Melissa wirklich Melissa heißt. Ich hab nur diesen Duft gerochen und ihm intern in meinem Hirn diesen Namen zugelegt.
Nein, ich weiß auch nicht warum. So kenne ich ja nichtmal persönlich irgendeine Vertreterin des Namens Melissa.
Aber weil es sich beim aussprechen Gut anfühlt, heißt Melissa jetzt Melissa, und ihr Aroma der Melissa-Effekt.

Wenn sie die Tage wiedermal im selben Abteil sein sollte, frag ich sie vllt sogar mal wie ihr Parfüm heißt.

Bin mir nur noch nicht sicher ob ich mit "Hey Melissa!" den richtigen Opener für Gespräche um 0800 Uhr morgens an eine Wildfremde, mit Melissa-Duft gesegnete Person ist...


17. November 2009

Der Ina Müller Effekt

Es ist das Gefühl der Nüchternheit, die einkehrt und einen komplett einkokoniert nach einem Ina Müller Konzert.

Genau so war das gestern Abend, gegen 2215 in der Liederhalle in Stuttgart.

Wie fühlt man sich jetzt so nach ner Ina Müller?

Also zunächst einmal sei die "Vorgruppe" zu erwähnen - eigentlich ist es der Produzent von Ina Müller, der aber dieses Jahr wohl ein wenig Zeit gefunden hat seine eigenen Songideen zu interpretieren.
Er schreibt nicht nur für Ina Müller sonder auch für Annette Louisan - versucht sich dazu aber als gealteter Roger Cicero. Aber wenn er spricht verzeiht man den Kopierversuch gerne - er singt zwar von Frauen in seinem Alter - und macht sich über die "Jungen Dinger" lustig - ganz wie es Ina Müller später auch tun wird, jedoch...wenn er spricht...dann hat er mich gefangen. dann hüllt er mich ein in diese wohklingende Attraktive Stimme seiner selbst und man könnte einfach nur stundenlang zuhören - völlig irrelevant was der Inhalt wäre.
Auch hier musste ich auf ein neues Feststellen, was ein Kind schon seit der Geburt weiß:
Ich Liebe angenehme Stimmen. Sie wirken beruhigend. Sie wirken schützend.

Aber wie fühlt man sich jetzt wirklich?
Man könnte es voreingenommen nennen - man könnte es in eine Richtung gedrängt nennen.

Was natürlich gewollt ist.
Und was man auch an dem Anteil der Vertreter aus genau dieser Sparte sehen konnte. Die Art Mensch die eben 40, weiblich, ledig und suchend ist (Die Falten und die Lebenserfahrung bleibt hierbei mal im unbeachtet - wobei ersteres nicht gerade selten ist und Zweiteres aufgrund des Alters nicht mehr als logisch.

Warum möchte Ina Müller also immerzu in den Klischees Baden - ich muss dazuerwähnen, dass sie sich dabei fast schon auf ein Mario Barth Niveau herabsäuseln lässt.

Wobei ihre Comedy zwischen den Strophen und den 1. Klasse Musikern für meinen Geschmack weit über Mario Barth geht.
Was auch gut so ist - sonst hätt ich das Konzert aufm Flur verbracht.
Was jetzt nicht heißt, dass Ina Müller schlecht ist - Sie ist sogar richtig witzig. Aber nur wenn man sich vorher darauf einstellt: "Jetzt kommen Klischee-Talks - Mach dich bereit - dann kannst du auch lachen."
Das ist ok für mich.

Aber gerade da sehe ich für meine Meinung ist Ina Müller mit dem was Sie singt eben entweder so weit von der Realität entfernt dass Sie einfach Schweinweltwanderungen begeht - oder es ist so nahe an der Realität dran, dass ich einen Einblick davon bekomme wie es in 20 Jahren in mir aussehen wird.
Beides sind für mich unglaubliche schreckliche Vorstellungen.
Ich hatte ja aber bereits im Vorfeld gesagt, dass ich eigentlich zu Jung für Ina Müller bin - oder zusehr das gute im Leben noch schätze. Ina sing zum Beispiel von

"Dass ich nächtelang nicht schlafe
weil ich dich irgendwo gesehen hab
ich die Tage nicht mehr schaffe
ständig weine und zusammen klapp
weil ich die ganze Nacht lang da saß
damit ich deinen Anruf hör
wie ein Orkan im Wasserglas
So was passiert mit heut nicht mehr"

Da hab ich bereits beim Aussingen der Zeilen meine Umwelt gefragt ob man das jetzt positiv oder negativ interpretieren sollte.
Ina bleibt uns die direkte Antwort schuldig.
Ist auch besser so.
Sonst hätten diese 40,ledig,suchenden Frauen überhaupt kein Licht mehr am Ende des Tunnels. Erlebt haben Sie schließlich das selbe wie Ina Müller. Leben tun wir schließlich alle. Aber nicht jede Frau wird es so humorvoll nehmen wie Ina Müller.

Beziehungsgestört oder doch nur bindungsängstlich.
Könnte man jetzt sagen, ja, das ist die Ina Müller beides. Müsste man aber Psychologe sein und mein Profil reicht dafür leider nicht aus.
Und weil dieser Generationenunterschied zwischen mir und ihr besteht und sie so eigeninterpretativ über die Liebe singt. Die Liebe im Alltag. Die hässlichste Form davon.
Aber jedes Wort das sie sagt - jedes "Ich ziehe aus, weil ich dich Liebe" hat immer einen negativen Beigeschmack.

Es wirkt aber als ob sie des ganzen Müdes wäre.
Hier ein abfälliger Kommentar über Männer, Gespräche vom Verlust unserer Haare bis zum Verlust unserer Männlichkeit.

Natürlich ist mein Statement hier nicht ganz objektiv genug. Dafür sorgt Ina Müller aber auch eigenständig für. Zu sehr greift sie das männliche Geschlecht an - und auch wenn ich mich in keiner ihrer Männer in ihrem Kopf identifizieren kann (ausser dem lustig auf mich zugeschnittenen Song "Mark" natürlich), so gehts einem doch an die Männlichkeit. Auf der anderen Seite müssen sich Frauen ja genauso denken wenn ein Atze Schröder (Gott möge ihn bestrafen) oder unser bereits erwähnter Herr Barth über die Frauen redet.

Alles zusammengefasst - ein musikalisch-kultureller Sonntag-Abend den ich aufgrund der Menschen nicht missen möchte - die die ich gesehen habe - die 40,ledig,weiblichen und für mich auch völlig in Ordnung für mich das zwangsgebundene Fehlen des eigenen Jahrgangs zu vermerken.
War eben Musik für 40,ledig,weibliche oder weibliche 40jährige ledige.
Für alle die sich icht so glücklich/unglücklich schätzen SO zu sein war es deutsche Kultur mit Sympathischer Stimme - männlich wie weiblich.


2. November 2009

emotionsrausch zum Winteranfang.

Ja, ich habe es erneut getan.
Wiedermal stand alles bei mir Kopf, was mich wiedermal dazu verleitet hat dem emotionsrausch einen Besuch abzustatten.

Was erwartet mich?
Eine Zukunft, über die ich mir Gedanken machen sollte. Ein neues Design und eine ganz neue Art der "persönlichen Note".

Ich freu mich auf viele schöne neuen Stunden im emotionsrausch!

12. Oktober 2009

Woow.

Der emotionsrausch sollte von Kolumnen mit Herz regiert und am Leben gehalten werden.
Wessen Herz ersteinert oder verschollen ist tut sich schwer mit den Herzlichen Errungenschaften eines oder seines Lebens.

3. September 2009

Hola!

...da bin ich wieder...was hab ich mitgebracht?

Viele Tausende von Bilder die aber noch sortiert und gedreht werden müssen und wundervolles Filmmaterial das glaube ich ein wunderschönes Graphical Art Motion Picture hergeben kann.
Zieh mich auch gleich wieder in meine Schneidehöhle zurück - sobald die Premiere in Cannes vorbei ist gibts hier natürlich den Link - versprochen.

Bis dahin gibts nen kleinen Vorgeschmack: